Blutegel Medirud®
Lebende Tiere. Wirkstoff: Blutegel zur medizinischen Anwendung. Anwendungsgebiete: Anwendung auf der Haut bei Erwachsenen. Zur Behandlung von leichten bis mittelschweren chronischen Schmerzen wie bei Arthrosen, regionalem Schmerzsyndrom, Epikondylitis, postoperativer venöser Stase, externen Hämorrhoiden und Tinnitus. Anwendung nur von Ärzten oder Heilpraktikern mit entsprechender Kenntnis in der Blutegeltherapie und nach sorgfältiger Abwägung bestehender Vergleichstherapien. Gegenanzeigen: Keine Anwendung bei angeborener oder erworbener Bluterkrankheit (Hämophilie), bei geschwächter lmmunabwehr (z. B. HIV-Infektionen, Organtransplantation, Leukämie, maligne Tumore, Bestrahlung, Chemotherapie, langzeitig hoch dosierte Kortisonbehandlung), starker Allergieneigung (ausgeprägter allergischer Diathese),bekannter Überempfindlichkeit gegen einen der Inhaltstoffe des Blutegelsekrets. Nebenwirkungen: Sehr häufig: Nachblutung kürzer als 24 Stunden nach Behandlung (klinisch nicht bedeutsame Hämoglobin-Senkung); lokaler Juckreiz bis zu einigen Tagen nach Behandlung; lokaler Schmerz während des Blutegelbisses für ca. 1 – 5 Minuten, meist als leichte Schmerzempfindung oder Brennen beschrieben; Anschwellen der Ränder der dreizackigen Wunde, meist für ca. 12 bis 48 Stunden, verbunden mit lokalem Spannungsgefühl; rot-violette Verfärbung der Bissränder, später gelblich, für ca. 14 Tage; lokales Hitzegefühl; transfusionsbedüftiger Blutverlust bei der Behandlung der venösen Stase nach chirurgischen Eingriffen. Häufig: Lokalisierte Entzündungen der Haut mit teilweise einhergehenden knötchen-förmigen Erhebungen der Bissstellen, häufig verbunden mit Juckreiz; lokal begrenzte pseudoallergische Symptome (Rötung, Schwellung, Juckreiz); bakterielle Infektionen (Aeromonaden) bei der Behandlung der Venösen Stase nach chirurgischen Eingriffen. Gelegentlich: regionale Lymphknotenschwellung. Selten: Kreislaufschwäche und Schwindelgefühl (z. B. Magen-Darm-Beschwerden); allergische Reaktionen (nicht lokal begrenzte Rötungen, Schwellungen, Juckreiz); Fieber (über 38 °C Körpertemperatur); ausgeprägte lokale bakterielle Entzündungen, z. B. Wundrose (Erysipel), Gewebsentzündungen (Phlegmone), Entzündungen der Lymphbahnen (Lymphangitis); bakterielle Infektionen (Aeromonaden). Sehr selten: Entwicklung eines B-Zell-Pseudolymphoms (schmerzhafte, lokal begrenzte Rötungen und Schwellungen) ist gutartig und bildet sich zurück; Nachblutung länger als 24 Stunden nach Behandlung; Transfusionsbedürftiger Blutverlust; allergische Überempfindlichkeitsreaktion des gesamten Körpersystems der Grade I bis IV nach erneutem Kontakt mit dem Arzneimittel (sog. Anaphylaxie); systemische Infektion des Blutkreislaufs (Sepsis), z. B. durch Erstinfektion mit den in Blutegeln natürlich vorkommenden Bakterien (Aeromonaden) oder durch Ansiedlung eines zweiten bakteriellen Erregers in der Wunde (verschiedene Erreger möglich). Ein Blutegel darf kein zweites Mal angewendet werden! Biebertaler Blutegelzucht GmbH, D-35444 Biebertal. Stand: Januar 2025


